Zu den Aufrufen zum Boykott des Filmes „Gott, du kannst ein Arsch sein!“ sagen die beiden
Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND Flensburg, Annabell Pescher und Leon Bossen:

„In den sozialen Medien gab es in letzter Zeit Aufrufe zu Protesten gegen die Vorführung des Filmes
„Gott, du kannst ein Arsch sein!“ in einem Flensburger Kino. Darin wurde behauptet, dass der Film den
Tatbestand der Gotteslästerung erfülle. Deshalb wurde teilweise offensiv dazu aufgerufen, dass man den
Eingang in diesen Kinofilm für Zuschauer*innen verhindern und die Veranstaltenden dazu auffordern
solle, den Kinofilm abzusetzen.

Wir sind wie die Mehrheit aller Flensburger*innen tief erschüttert über diese Aufrufe und distanzieren
uns in aller Klarheit von den Forderungen der Aufrufenden. Es ist für uns eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe, Meinungs- und Kunstfreiheit zu bewahren und zu beschützen. Wir bedanken uns deshalb
ebenfalls bei der Stadtverwaltung und unserer Oberbürgermeisterin Simone Lange für die klare
Distanzierung.

Es ist klar: In einer Gesellschaft, in der verschiedene Kulturen und Glaubensgemeinschaften friedlich
koexistieren und gut miteinander harmonieren, muss auch die kritische Auseinandersetzung mit
gesellschaftlichen Themen gewährleistet werden. Es ist umso bedauernswerter, dass mit diesen
Aufrufen anscheinend versucht wird, eine Spaltung der Flensburger*innen voranzutreiben. Wir wissen,
dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht hinter diesen Forderungen steht und sich ebenfalls klar
distanziert. Wir müssen das alle gemeinsam auch klar zum Ausdruck bringen. Uns kann niemand spalten!

Der Inhalt des Films ist zudem sehr empfehlenswert, denn es geht um ein krebskrankes Mädchen und
ihre (letzte(n)) Reise(n).“